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Welttoilettentag 2018

Die Stadtentwässerung Stuttgart weist auf den Welttoilettentag am 19.11.2017 hin.

Der Welttoilettentag, der jedes Jahr 19. November stattfindet, veranlasst zum Schmunzeln, hat aber einen ernsten Hintergrund. Denn in einem Land ohne Toiletten drohen durch die mangelnde Hygiene gravierende gesundheitliche Konsequenzen. Während in Deutschland Toiletten selbstverständlich sind, leben weltweit mehr als 2,5 Milliarden Menschen ohne richtige Toilette.

In Stuttgart übernimmt die Stadtentwässerung Stuttgart (SES) die Aufgabe der Abwasserleitung und Abwasserreinigung für öffentliche und private Toiletten. Von den rund 70 öffentlichen Toiletten in Stuttgart sind sogar einige mit integrierter Sitzheizung, vollautomatischer Reinigung und anderen Details ausgestattet, die manchem Gast aus anderen Ländern ohne derartige Toilettengelegenheit wie reinster Luxus vorkommen muss. Aber auch hierzulande ist das Angebot ein Komfort, der nicht jedem immer bewusst ist.

Auch der richtige Umgang mit dem Örtchen, vor allem aber dem Abwasser, ist nicht jedem geläufig, wie Katharina Welsch, Dienststellenleiterin der Klärwerksbetriebe, weiß. „Leider bereitet uns die Entsorgung von Abfällen in die Toiletten zunehmend Schwierigkeiten. Dazu gehören allem voran Feuchttücher und Wattestäbchen. Auch Medikamente, Essensreste, Lacke, Haare und Monatshygieneartikel wie Tampons und Binden gehören nicht in die Toilette“, klärt sie auf. Denn Toiletten sind keine Mülleimer. Derartige Abfälle verstopfen Kanäle und Pumpen. Das Entfernen solcher Stoffe ist nur mit erheblichem Aufwand möglich und kann im Einzelfall schnell mehrere zehntausend Euro pro Pumpe kosten – Kosten, die am Ende alle Verbraucher tragen.

Hintergrund Welttoilettentag

Der Welttoilettentag wurde 2013 von den Vereinten Nationen als Welttag anerkannt und soll darauf hinweisen, dass es immer noch Länder auf der Welt gibt, in denen nicht jeder Mensch die Möglichkeit hat, eine Toilette aufzusuchen. Das Fehlen solcher hygienischen Sanitäranlagen wirkt sich negativ auf die Qualität des Trinkwassers aus und begünstigt das Ausbreiten von Keimen, Viren und Bakterien durch das verunreinigte Wasser.

In der industrialisierten Welt sind Toiletten Teil des Alltags und es fällt schwer, sich vorzustellen, wie es ist, keine aufsuchen zu können. Erst seit dem frühen 19. Jahrhundert gibt es in Deutschland Wasserklosetts. Bis dahin waren sogenannte Plumpsklos verbreitet. Erst seit den 1990er Jahren sind die sogenannten Tiefspüler, eine von rund 20 bestehenden Toilettenarten, am meisten verbreitet. Mit Einzug der Wasserklosetts wurden auch Kläranlagen gegründet, die Abwässer zum Schutz der Gewässer und damit auch der Bevölkerung reinigen.

Weitere Informationen:
www.welttoilettentag.de
www.stuttgart.de/abfall-abc (hier ist nachzulesen, wie welche Stoffe umweltgerecht entsorgt werden können)

Quelle: Amtsblatt Stuttgart | 15.11.18