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Umweltschutz und Gemeinwohlbilanz

Nach dem alten Stuttgarter Motto „zu Lande, zu Wasser und in der Luft“ sorgt die Stadtentwässerung Stuttgart (SES) gemeinsam mit dem Tiefbauamt für eine lebenswerte Umwelt. Nachhaltige und wirtschaftliche Maßnahmen zum Wohle der Allgemeinheit tragen heute und in der Zukunft zu einer positiven Stadtentwicklung bei.

Als Eigenbetrieb der Stadt ist die SES für Stuttgart und neun Partnerkommunen für die Ableitung und Reinigung des Abwassers sowie die Beseitigung des dabei anfallenden Klärschlamms zuständig und dient somit der Gesellschaft. Wir erfüllen ihr Grundbedürfnis nach Hygiene, Gesundheit und Wohlbefinden und sorgen dafür, dass auch die nachfolgenden Generationen in einer intakten Natur leben können. Im Sinne eines dauerhaft nachhaltigen Wirtschaftens wollten wir unser Unternehmen jedoch genauer betrachten und wissen, wo wir in punkto Beitrag Gemeinwohl stehen. Dafür war die Gemeinwohl-Bilanz das geeignete Instrument.

Wir würden uns freuen, wenn Sie durch die Berichte inspiriert werden, sich aktiv am Umweltschutz und Gemeinwohl beteiligen, zum Wohle aller.


Abwasserwärmenutzung

Aufgrund der steigenden Energiekosten und der laufenden Klimaschutzdebatte kommt Maßnahmen zur effizienten Energiegewinnung und -nutzung sowohl wirtschaftlich als auch politisch eine immer größere Bedeutung zu.

Eine solche Maßnahme stellt die Abwasserwärmenutzung dar. Da selbst im Winter im Kanalnetz Abwassertemperaturen von 12° bis 15° C herrschen, ist es heute dank des technologischen Fortschritts auf dem Gebiet der Wärmetauscher möglich, dieses Energiepotenzial zu erschließen, das für die Heizung von Gebäuden und die Wassererwärmung eingesetzt werden kann.

Die Abwasserwärmenutzung stellt ein innovatives und ökologisch sinnvolles Konzept dar, das einerseits zu einer maßgeblichen Verminderung der CO2-Emissionen, andererseits zu einer Verringerung des externen Energiebezugs beiträgt.

Die Stadtentwässerung Stuttgart hat eine Potenzialstudie in Auftrag gegeben, um die Grundlagen für eine künftige Abwasserwärmenutzung im Stadtgebiet Stuttgart zu erarbeiten.

Kernergebnis der Studie sind die Energiekarten, in denen die allgemeinen Grenzkriterien für eine wirtschaftliche Nutzung der Abwasserwärme grafisch dargestellt sind. Diese sind: ein Mindestabfluss im Kanal von 15 l/s, ein Mindestkanaldurchmesser von DN 800 und ein Abstand des zu versorgenden Objekts vom Kanal von maximal 300 m.

Darüber hinaus sind diejenigen kommunalen Gebäude eingetragen, die einen Jahreswärmeverbrauch von mehr als 125.000 kWh/a haben und damit für eine Nutzung von Abwasserwärme heizungsseitig in Frage kommen.

Bezogen auf die Länge des Gesamtnetzes von 1.683,53 km kommen derzeit 7 % = 110,96 km der Haltungen für eine Abwasserwärmenutzung in Frage (Stand 01.01.2014).

Allerdings wird sich erst anhand von konkreten Machbarkeitsstudien zu den einzelnen Objekten zeigen, ob sich das ausgewiesene Potenzial zur Abwasserwärmenutzung im Kanalnetz der Stadt Stuttgart auch wirtschaftlich und ökologisch vorteilhaft umsetzen lässt. Gleichwohl ermöglichen es die vorhandenen Energiekarten schon heute, schnell zu reagieren, wenn große öffentliche oder private Objekte geplant, Sanierungen von Heizungssystemen mit großen Leistungen vorgenommen oder Abwasserkanäle neu verlegt oder saniert werden.

Aktuell verfügbare Energiekarten (Stand 2013)

Energiekarte Stuttgart-Vaihingen/-Möhringen (2,6 MB)

Energiekarte Stuttgart-Mühlhausen Nord (3,5 MB)

Energiekarte Stuttgart-Mühlhausen Süd (2,8 MB)

Energiekarte Stuttgart-Plieningen (3,1 MB)

Energiekarte Stuttgart-Weilimdorf (1,8 MB)

Kein Ort für Müll – warum Abfall nicht ins Klo gehört!

Steigende Müllmengen im Abwasser setzen den Abwassersystemen zu. Darauf weisen die kommunalen Abwasserentsorger hin. Feuchttücher, Wattestäbchen und Hygieneartikel gehören nicht in die Toilette. Sie verstopfen Kanäle und Pumpen. Das Entfernen solcher Stoffe ist nur mit erheblichem Aufwand möglich und kann im Einzelfall auch schnell mal mehrere zehntausend Euro pro Pumpe kosten. Diese Kosten tragen am Ende alle Verbraucher. Ein Umdenken bei Herstellern und Verbrauchern ist notwendig.

Die kommunale Abwasserwirtschaft fordert hier eine bessere Aufklärung, zum Beispiel durch eine Produktkennzeichnung.

Wir bitten unsere Bürgerinnen und Bürger, benutzte Feuchte (Hygiene)-Tücher in den Restmüll zu werfen und auf keinen Fall über die Toilette zu entsorgen!

Das Abfall-ABC der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) gibt Auskunft über den richtigen Entsorgungsweg für alle Arten von Abfällen


Altmedikamente richtig entsorgen – Gewässer schützen!

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat einen überarbeiteten Flyer zur Alt-Medikamenten-Entsorgung als 2. Auflage, August 2015, aufgelegt. Dort finden Sie alles, was Sie über Alt-Medikamenten-Entsorgung wissen müssen.

Flyer als PDF-Download

Weitere Informationen: