Die kommunale Abwasserinfrastruktur ist ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge und stellt einen bedeutenden Vermögenswert für die Stadt dar. Um die gesetzlich geforderte Entsorgungssicherheit und -qualität auch künftig zuverlässig zu gewährleisten, sind moderne und leistungsfähige Anlagen, ein hoher technischer Standard sowie qualifizierte Mitarbeitende unverzichtbar.
Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Stuttgart (SES) verfolgt daher das Ziel die Abwasserentsorgung dauerhaft funktionsfähig und zukunftssicher zu gestalten. Bestehende Anlagen werden kontinuierlich instandgehalten, modernisiert und an neue technische sowie gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst. Die SES plant deshalb, in den kommenden 10 bis 15 Jahren über 1,0 Mrd. EUR in die abwassertechnische Infrastruktur zu investieren. Im Fokus stehen dabei sowohl der Substanzerhalt als auch die Umsetzung neuer gesetzlicher Vorgaben – beispielsweise die Einführung einer vierten Reinigungsstufe zur Spurenstoffentfernung oder Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz.
Gebühren ab 1. Januar 2026 – Stuttgart liegt deutlich unter dem Durchschnitt
Ab dem 01.01.2026 beträgt die Gebühr für die Ableitung und Reinigung von 1.000 Liter Schmutzwasser in Stuttgart 2,03 EUR.
Die Niederschlagswassergebühr liegt bei 0,76 EUR/pro m² an das Kanalnetz angeschlossene Fläche.
Die Stuttgarter Bürger bezahlen im Jahr 2026 für einen durchschnittlichen Familienhaushalt (bei einem Frischwasserverbrauch von 120 m³ und einer angeschlossenen Fläche von 80 m²) Abwassergebühren in Höhe von 304 EUR. Damit liegt Stuttgart deutlich unter dem durchschnittlichen Gebührenaufwand von Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern, der über 380 EUR beträgt.
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