20. Oktober 2026

SES-Mitarbeiter holt Bronze bei den WorldSkills in Shanghai

Elias Sichler überzeugt bei der Weltmeisterschaft der Berufe in Water Technology. Der 23-jährige Umwelttechnologe aus dem Klärwerk Möhringen wird Dritter.
Siegerehrung der WorldSkills Shanghai 2026 | Foto/Rechte: World Skills Germany, CC BY 4.0

Von Möhringen auf die internationale Bühne

Elias Sichler hat bei den WorldSkills 2026 in Shanghai die Bronzemedaille in der Disziplin Water Technology gewonnen. Bei der Weltmeisterschaft der Berufe vom 22. bis 27. September trat er für Deutschland gegen Nachwuchskräfte aus aller Welt an. Der 23-Jährige arbeitet bei der SES hauptsächlich im Klärwerk Möhringen. Sein Weg nach Shanghai begann 2023 mit dem Sieg bei einem Azubi-Wettbewerb in Baden-Württemberg. Über das Nationalteam, weitere Wettbewerbe und intensive Trainings bereitete er sich auf den internationalen Vergleich vor. Auch im Hauptklärwerk Mühlhausen trainierte er regelmäßig.

Die Erfolgsfaktoren

Was ihn antreibt, beschreibt Elias so: „Erfahrungen und neue Eindrücke sammeln, Leute kennenlernen, dazulernen und aus Rückschlägen wachsen.“ An seinem Beruf schätzt er besonders die Verbindung unterschiedlicher Fachgebiete und den Beitrag zum Umweltschutz. Verfahrenstechnik, Chemie und Biologie gehören ebenso dazu wie die Arbeit im Labor und direkt an der Anlage. Seine Erfolgsformel für die Bronzemedaille fasst Elias in drei Worten zusammen: „Fokus, Begeisterung, Training.“ In Shanghai beeindruckten ihn vor allem die Größe der Veranstaltung und der Zusammenhalt unter den Teilnehmenden.

Elias Sichler und Hilmar Tetsch im Doing bei den WorldSkills. | Foto/Rechte: World Skills Germany, CC BY 4.0

Zwischen Trainerrolle und Wettbewerbsleitung

Begleitet wurde Elias von Hilmar Tetsch, dem deutschen Experten und Nationaltrainer für Water Technology. Zugleich übernahm Hilmar Tetsch als internationaler Chief Expert die übergeordnete Verantwortung für die fachliche, organisatorische und regelkonforme Durchführung des Wettbewerbs.

Diese Doppelrolle verlangte besondere Neutralität: „In meiner Rolle als Chief Expert muss ich gegenüber allen Teilnehmern und Nationen neutral und unabhängig handeln. Gleichzeitig war ich als deutscher Experte für Elias und das deutsche Team verantwortlich und wollte ihn bestmöglich auf seinem Weg begleiten und unterstützen“, erklärt Hilmar Tetsch. Shanghai war für ihn bereits der siebte internationale WorldSkills-Wettbewerb. Besonders beeindruckt hat ihn der Zusammenhalt der internationalen Gemeinschaft: „Über die vielen internationalen Wettbewerbe hinweg sind wir zu einer echten Water Technology Familie geworden.“

Die SES gratuliert Elias herzlich zu seiner herausragenden Leistung. Seine Bronzemedaille zeigt, wie viel Fachwissen, Engagement und Ausdauer in der beruflichen Ausbildung und in der Wasserwirtschaft stecken.

Einblicke in die Arbeit von Elias gibt es bei Stuttgart von Beruf:

Übrigens: Vor dem Wettbewerb in Shanghai lud Ministerpräsident Cem Özdemir die neun WorldSkills-Qualifizierten aus dem Ländle die Villa Reitzenstein ein.