Umweltschutz und Umweltziele

Das Tiefbauamt und die Stadtentwässerung Stuttgart haben in den vergangenen Jahren viele Impulse gesetzt, um unsere Umwelt zu erhalten und zu verbessern. Auch intern werden Umweltziele verfolgt, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren.

Die Folgen des Klimawandels sind heute schon spürbar, sei es durch Starkregen, Hitzewellen oder auch Trockenheit. Wir arbeiten gemeinsam daran, mit den Folgen umzugehen, Schäden zu verringern und existierende Chancen zu nutzen. Darüber hinaus darf die Stadtentwässerung Stuttgart die Auszeichnung „Gemeinwohl-Ökonomie bilanzierendes Unternehmen“ tragen.

Stadtentwässerung Stuttgart SES – Umweltschutz und Umweltziele

Abwasserwärmenutzung

Aufgrund der steigenden Energiekosten und der laufenden Klimaschutzdebatte kommt Maßnahmen zur effizienten Energiegewinnung und -nutzung sowohl wirtschaftlich als auch politisch eine immer größere Bedeutung zu.

Eine solche Maßnahme stellt die Abwasserwärmenutzung dar. Da selbst im Winter im Kanalnetz Abwassertemperaturen von 12° bis 15° C herrschen, ist es heute dank des technologischen Fortschritts auf dem Gebiet der Wärmetauscher möglich, dieses Energiepotenzial zu erschließen, das für die Heizung von Gebäuden und die Wassererwärmung eingesetzt werden kann.

Die Abwasserwärmenutzung stellt ein innovatives und ökologisch sinnvolles Konzept dar, das einerseits zu einer maßgeblichen Verminderung der CO₂-Emissionen, andererseits zu einer Verringerung des externen Energiebezugs beiträgt.

Die Stadtentwässerung Stuttgart hat eine Energiekarte erstellt, in der die allgemeinen Grenzkriterien für eine wirtschaftliche Nutzung der Abwasserwärme grafisch dargestellt sind. Diese sind: ein Mindestabfluss im Kanal von 15 l/s, ein Mindestkanaldurchmesser von DN 800 und ein Abstand des zu versorgenden Objekts vom Kanal von maximal 300 m.

Allerdings wird sich erst anhand von konkreten Machbarkeitsstudien zu den einzelnen Objekten zeigen, ob sich das ausgewiesene Potenzial zur Abwasserwärmenutzung im Kanalnetz der Stadt Stuttgart auch wirtschaftlich und ökologisch vorteilhaft umsetzen lässt.

Geeignete Bereiche zur Abwasserwärmenutzung können hier online aufgerufen werden.

Kein Ort für Müll – warum Abfall nicht ins Klo gehört!

Steigende Müllmengen im Abwasser setzen den Abwassersystemen zu. Darauf weisen die kommunalen Abwasserentsorger hin. Feuchttücher, Wattestäbchen und Hygieneartikel gehören nicht in die Toilette. Sie verstopfen Kanäle und Pumpen. Das Entfernen solcher Stoffe ist nur mit erheblichem Aufwand möglich und kann im Einzelfall auch schnell mal mehrere zehntausend Euro pro Pumpe kosten. Diese Kosten tragen am Ende alle Verbraucher. Ein Umdenken bei Herstellern und Verbrauchern ist notwendig.

Die kommunale Abwasserwirtschaft fordert hier eine bessere Aufklärung, zum Beispiel durch eine Produktkennzeichnung.

Wir bitten unsere Bürgerinnen und Bürger, benutzte Feuchte (Hygiene)-Tücher in den Restmüll zu werfen und auf keinen Fall über die Toilette zu entsorgen!

Das Abfall-ABC der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) gibt Auskunft über den richtigen Entsorgungsweg für alle Arten von Abfällen

Altmedikamente richtig entsorgen – Gewässer schützen!

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat einen überarbeiteten Flyer zur Alt-Medikamenten-Entsorgung als 2. Auflage, August 2015, aufgelegt. Dort finden Sie alles, was Sie über Alt-Medikamenten-Entsorgung wissen müssen.

Flyer als PDF-Download

Weitere Informationen:

Umweltbericht 2020