15. September 2026

Zentrallabor erneut akkreditiert

Die Kompetenz des Zentrallabors ist wiederholt bestätigt: Das Team hat das Audit der Deutschen Akkreditierungsstelle erfolgreich durchlaufen.
Tiefbauamtsleiter und Erster Betriebsleiter Jürgen Mutz (rechts) und Kaufm. Betriebsleiter Frank Endrich (links) überreichen die Urkunde ans Zentrallabor. | Rechte: SES
Tiefbauamtsleiter und Erster Betriebsleiter Jürgen Mutz (rechts) und Kaufm. Betriebsleiter Frank Endrich (links) überreichen die Urkunde ans Zentrallabor. | Rechte: SES

Alle 18 Monate der Blick von außen

Das Zentrallabor ist vor allem im gesetzlich geregelten Bereich der Umweltanalytik akkreditiert. Die Akkreditierung geht weiter als eine Zertifizierung, die nur anerkennt, dass ein Qualitätsmanagementsystem nach einer bestimmten Norm aufgebaut ist: Sie bestätigt die fachliche Kompetenz des Labors und damit die Tatsache, dass die Untersuchungen nach den festgelegten Anforderungen zuverlässig durchgeführt werden können. In Deutschland übernimmt diese Prüfung die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS).

Das Zentrallabor kennt dieses Verfahren schon lange. 1998 wurde es erstmals akkreditiert, seitdem folgten regelmäßig weitere Prüfungen. Heute steht spätestens alle 18 Monate ein Folge-Audit an. Ein bis drei Auditorinnen und Auditoren schauen sich dabei die Arbeitsweise genau an, prüfen Dokumentationen und sind teilweise auch bei Probennahmen dabei. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind diese Tage intensiv. „Grundsätzlich müssten wir das nicht tun“, sagt Peter Schilling, Leiter des Zentrallabors. Trotzdem möchte er auf die regelmäßige Überprüfung nicht verzichten: „Es dient unserer Eigenkontrolle. Damit halten wir die Qualität immens hoch.“

Jeder Schritt muss nachvollziehbar sein

Was genau bedeutet das im Arbeitsalltag? Ziemlich viel Dokumentation. Für jede Probe muss nachvollziehbar sein, was wann und wie gemacht wurde. Auch die vorgegebenen Zeitfenster für einzelne Parameter müssen eingehalten und dokumentiert werden. Schillings Kurzform dafür: „Was nicht dokumentiert wurde, gilt als nicht gemacht.“

Bei der aktuellen Prüfung gab es einige Abweichungen, die das Team innerhalb von zwei Monaten erklären und aufarbeiten musste. Das gut gepflegte Datensystem (LIMS) des Zentrallabors hilft dabei, Auffälligkeiten zurückzuverfolgen und nachvollziehbar aufzulösen. Die Auditorinnen und Auditoren der DAkkS bringen häufig selbst praktische Erfahrung aus der Laborarbeit mit.

Mehr als ein Qualitätsnachweis

Die Akkreditierung sorgt auch dafür, dass Untersuchungsergebnisse und Gutachten in rechtlich relevanten Fällen belastbar sind – etwa wenn nach einer Gewässerverunreinigung geklärt werden muss, woher eine Einleitung stammt. Am Ende steht eine Urkunde mit über 30 Seiten Anlagen. Darin ist detailliert festgehalten, für welche Untersuchungen und Probenarten die Kompetenz des Zentrallabors bestätigt ist. Für das Team ist sie damit vor allem eines: die sichtbare Bestätigung für viele unsichtbare Arbeitsschritte, die im Labor jeden Tag zuverlässig funktionieren müssen.

Mehr zur Arbeit und den Leistungen des Zentrallabors finden Sie hier oder auch im aktuellen SES-Jahresbericht in der Reportage „Damit Heilwasser sprudeln kann“.